..von Menschen, die Landwirtschaft machen

Wie stehen wir in unserer Ausbildung zu Themen wie Geschlechterdiversität, Frauen in der Landwirtschaft, Diskriminierung, zementierten Geschlechterrollen und dem typischen heterosexuellen Familienbetrieb in den Medien und der Politik ?

Der Frauenanteil bei den Absolvent*innen des EFZ Landwirtschaft lag letztes Jahr bei satten 20%. In unserer Ausbildung sind es mehr – viel mehr. 🙂 Zumindest augenscheinlich und von Aussen betrachtet. Denn wenn wir ehrlich sind, machen wir keine Erhebungen unter unseren Studierenden. Wir wissen höchstens aus dem direkten Gespräch, ob sich jemand als männlich, weiblich, cis, homosexuell oder jenseits jeglicher Kategorie sieht. Bei uns gilt: Platz ist für alle. In unserer Ausbildung setzen wir auf Gemeinsamkeiten statt Unterschiede. Wir versuchen uns zu öffnen und unser Denken und Fühlen zu erweitern. Und wenn wir ehrlich sind diskutieren wir eigentlich viel öfter über Kühe, regenerative Landwirtschaft oder den Klimawandel. Aber die Soziale Dimension auf den Höfen ist uns wichtig und wir möchten die Kultur auf den Betrieben mitgestalten und Alternativen aufzeigen.

Daher ist es wunderbar, wenn es Menschen wie Priska Pfamatter gibt, die sich diesen Themen widmen. In ihrer Masterarbeit befasst sich mit Begriffen wie den der Bäuerin, der uns vermacht wurde und mit dem wir immer weniger anzufangen wissen. Mit der Arbeitsteilung auf den Betrieben, die neu verhandelt werden muss, will man sich nicht von Stereotypen leiten lassen. Mit der Tatsache, dass Dein Geschlecht immer noch mitbestimmt, wie du als Landwirt*in wahrgenommen wirst und welche Möglichkeiten Du in diesem Arbeitsfeld zugesprochen erhältst.

Hier geht es zur vollständigen Masterarbeit von Priska Pfamatter in Englisch: https://edepot.wur.nl/557032

Wer ein Abo der Bauernzeitung hat: Gibt es in der Schweiz überhaupt queere Bauernhöfe?

Für eine bunte und vielfältige Landwirtschaft getragen von einer bunten und vielfältigen Gemeinschaft!